1. Naturkosmetik: Die erste Stufe beinhaltet eine klare Umgrenzung von natürlichen, naturnahen und naturidentischen Stoffen, die für Naturkosmetika eingesetzt werden dürfen. Dabei sind so genannte Restanteile beliebiger Stoffe nicht erlaubt. Jene Produkte werden mit dem Siegel, sowie einem Stern gekennzeichnet. 2. Naturkosmetik mit Bio-Anteil: Die zweite Stufe beinhaltet Naturkosmetik mit einem Anteil von mindestens 70 % der in einem Produkt enthaltenen Naturstoffe aus kontrolliert biologischer Erzeugung oder kontrollierter Wildsammlung. Das Produkt erhält Zwei Sterne. 3. Biokosmetik: Die dritte und damit höchste Stufe definiert Naturkosmetik in Form von echter Biokosmetik mit einem Anteil von mindestens 95 % der in einem Produkt enthaltenen Naturstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. Dies wird mit drei Sternen ausgezeichnet und ist auch das worauf innerhalb dieses Blogs der Focus gesetzt werden soll Die Herrsteller wollen mit diesem Siegel Unsicherheiten ausräumen und verhindern, dass die Verbraucher durch die mangelnde Transparenz und Vorurteilen gegenüber der Wortinhalte, (denn der Begriff Naturkosmetik ist rechtlich nicht geschützt,) zu Produkten greifen, die nicht so Umweltverträglich sind, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. So ist in dem Siegel beispielsweise auch inbegriffen, dass die Ressourcen unter sinnvollem technischen Aufwand erwirtschaftet wurden. Anders gesagt: es wird streng darauf geachtet, dass es keine Schlupflöcher für Regeln gibt und niemand das Siegel erhält weil er zwar Biologische Inhaltsstoffe verwendet, welche aber unter einem solchen Aufwand erwitschaftet wurden, dass sie anderswo in der Natur schaden anrichte. Ebenso wird bei den Naturnahen Stoffen Erdöl ausgeschlossen! Selbst auf die Verpackung wird geachtet. Der Hinweis auf den Verzicht von Tierversuchen ist nur deshalb nicht enthalten, da es seit 2004 ohnehin EU-weit untersagt ist Tierversuche wegen Kosmetika durchzuführen. Ein im Kontext von „Biokosmetik ohne Konservierungsstoffe“ besonders wichtiger Punkt ist des weiteren, dass ausschließlich naturidentische Konservierungsstoffe verwendet werden dürfen! Dies ist besonders für Allergiker wichtig, denn die Unverträglichkeiten richten sich meist gegen chemische Zusätze. Jene Stoffe dürfen in Produkten, welche mit dem Siegel gekennzeichnet werden enthalten sein: Ameisensäure Vorkommen in Insekten seit 1670 bekannt; wird vonKäfern und anderen Gliedertieren als Wehrsubstanzverwendet. Kommt auch in Brennnesseln und Tannennadeln vor. Benzoesäure, ihre Salze und ihr Ethylester Im Benzoeharz (Styrax benzoin) und im Wehrsekret von Wasserkäfern (Dytiscus sp). Benzylalkohol Bis zu 6 % im Jasminblütenöl und sowohl frei als auch verestert in vielen anderen ätherischen Ölen. Propionsäure und ihre Salze Wird bei der Propionsäuregärung gebildet. Kohlenhydrate werden durch Lactobacillus casei, Bazillus subtilis oder Propionbakterium pentosaceum zu Propionsäure umgesetzt. Salicylsäure und ihre Salze Als freie Säure in der Spierstaude (Filipendula ulmaria), in Sennesblättern und in Kamillenblüten (Chamomilla recutita). Sorbinsäure und ihre Salze In den Samen der Vogelbeere (Eberesche, Sorbus aucuparia). Abschließend lässt sich sagen, dass dieses Siegel ein Meilenstein ist. In der Vergangenheit musste der Verbraucher trotz hilfreiches BDIH Siegel die ein oder andere Recherche anstellen um ein Produkt mit besonders hohen moralischen und qualitativen Anforderungen zu erwerben, doch nun kann er ruhigen Gewissens Biokosmetik mit einem NaTure Siegel kaufen.
Verfasst von Sandra am 28. Februar 2009 - 22:59
Posted in
Kommentare
Danke für die nützlichen und
Danke für die nützlichen und ausführlichen Infos! Es ist einfach sehr verwirrend, was es alles für Labels rund um "bio" und "natur" gibt - hoffen wir, dass sich das neue Label durchsetzt! Den Blick auf die Ressourcen, die zur Erzeugung der jeweiligen Stoffe verbraucht werden, finde ich wichtig! Denn was nützt uns "bio", wenn es der Natur schadet?