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Paraben -Allergien und Pseudoallergien durch Konservierungsstoffe






 Ein Paraben ist eine einfache organische Verbindung, die der Chemiker aus einer Zusammenführung der Benzoesäure mit verschiedenen Alkoholen herstellt. Durch die Verknüpfung der beiden Ausgangsprodukte geben sowohl die Benzoesäure als auch der Alkohol ihre Grundeigenschaften auf. Es entsteht eine neue Substanz, ein sogenannter „Ester“. Die einzelnen Parabene unterscheiden sich in ihrem „alkoholischen Rest“. So spricht der Chemiker vom „Ethylparaben“, wenn „Trinkalkohol“ und Benzoesäure verbunden sind, desgleichen von Methylparaben, Propylparaben oder Heptylparaben. Allen Parabenen gemeinsam ist eine Eigenschaft: Sie wirken antibiotisch, töten also Mikroben wie Pilze und Bakterien ab. Daher finden Parabene als Konservierungsstoffe Anwendung. Die Nummern E 214, E 215, E 218 und E 219 kennzeichnen ihren Zusatz in Lebensmitteln. Auch Medikamente und kosmetische Produkte enthalten oft Paraben. Dort sind sie auf der Rezeptliste namentlich genannt, beispielsweise „Methylparaben“ oder „PHB-Ester“.
Der erwünschten und auch sinnvollen Wirkung von Paraben steht eine Reihe von Nebenwirkungen gegenüber. So hat die Substanzgruppe einen, zwar sehr schwachen, aber ähnlichen Effekt wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Dieser Umstand führte zur Vermutung, dass Parabene bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen könnten. Diese Hypothese stützte sich auch darauf, dass die organischen Ester von der Haut aufgenommen werden und daher durch den Kontakt im Achselbereich – in Brustnähe - problematisch seien. Groß angelegte Studien konnten die krebsfördernde Wirkung aber nicht untermauern. 
Hingegen ist zweifelsfrei erwiesen, dass Parabene Allergien auslösen. Insbesondere Kontaktallergien sind nach der Anwendung parabenhaltiger Kosmetika zu beobachten. Juckreiz und Rötung an den behandelten Hautarealen deuten auf die Immunstörung hin. Dabei kann die Folgereaktion erst 2 Tage nach dem Auftragen einer Lotion eintreten. Mit einem Pricktest kann der Hautarzt das Allergen eindeutig identifizieren. Er wird den Rat geben, künftig alle Parabene zu meiden, auch diejenigen, auf die der Test zunächst nicht angesprochen hat. Denn wer beispielsweise gegen Methylparaben allergisch ist, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit auch eine Überempfindlichkeit gegen andere Parabene ausprägen. Bekannt ist auch, dass Parabene sogenannte „Pseudoallergien“ auslösen können. Das sind Überempfindlichkeiten, die einer Allergie zunächst gleichen, allerdings nicht durch eine Immunstörung hervorgerufen werden.
 





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