1,2-Propandiol ist unter der Bezeichnung Propylene Glycol bekannter. Es ist in Bremsflüssigkeiten und Frostschutzmitteln enthalten, aber auch in vielen Kosmetikprodukten. Die aus Mineralöl gewonnene Substanz verhindert als Feuchthaltemittel und Weichmacher, dass Kosmetika und medizinische Salben austrocknen. Der beinahe geruchlose Hilfsstoff lässt sich hervorragend mit Wasser, Aceton, Chloroform und Ethanol mischen, nicht jedoch mit Ölen. Da es außerdem antimikrobielle Eigenschaften hat, erübrigt sich häufig der Einsatz weiterer Konservierungsstoffe.
Mit Propylene Glycol kommt die konventionelle Kosmetikindustrie der Erfüllung vieler Verbraucherwünsche entgegen. Hautcremes und Körperlotionen gelten als besonders gut, wenn sie rasch einziehen und eine geschmeidige Haut hinterlassen. Ein Haarshampoo muss einfach bei der Anwendung ordentlich Schaum hervorbringen. Fehlt dieser Griff in den Schaum beim Haarewaschen, zweifelt der Verbraucher an der Wirksamkeit. Gleiches gilt für Duschgels und Schaumbäder. Zahncremes und Deodorants enthalten ebenfalls oft dieses Mittel. In der Medizin findet es neben Salben auch in Tropfenlösungen für Augen, Ohren und Nase sowie zum Gurgeln Verwendung, ferner in Tabletten, Säften und Injektionslösungen.
Der Kosmetikindustrie kann das nur recht sein, denn derartige Erwartungen ihrer Konsumenten kann sie ohne Probleme befriedigen. Der Stoff lässt sich sehr gut verarbeiten und ist dazu äußerst preiswert. Es entstehen Produkte, die gut anwendbar sind und den Eindruck hoher Qualität erwecken. Da wird sogar ein höherer Verkaufspreis akzeptiert und steigert den Gewinn enorm.
Nur wenige Verbraucher wissen um die Gefährdungen solcher Kosmetikprodukte. Während gesunde Ernährung im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist, ist vielen nicht bewusst, dass die Haut als größtes Körperorgan um ein Mehrfaches aufnahmefähiger ist als der Darm. Propylene Glycol kann vielfältige Bilder allergischer Hautreaktionen hervorrufen. Es kann dazu durch das Einschleusen durch die Haut zu Nierenschäden und Leberanomalien führen.
Kommentare
auch unter folgenden Namen
auch unter folgenden Namen wird der Stoff Propylene Glycol oder 1,2-Propandiol Kosmetikprodukten/Nahrungsergänzungsmittel und Hygieneartikeln (wie Pflaster) beigefügt:
1,2-Propylenglycol
1,2-Dihydroxypropan
E1520
Monopropylenglycol
wenn man, wie ich, dagegen allergisch ist, ist es wirklich schwer
verträgliche Produkte zu finden...
Viele Grüße
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